Author Archives: Judith Verhoeven

Das DGB-Projekt „Faire Mobilität“ hat seit heute eine zweite Homepage

(Berlin, 16.5.2017) Die neue Homepage www.fair-arbeiten.eu richtet sich direkt an Menschen aus anderen EU-Ländern, die planen in Deutschland zu arbeiten oder schon in Deutschland angekommen sind. Die Seite funktioniert auf Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Kroatisch, Ungarisch und Deutsch. In naher Zukunft sollen zudem die Informationen auf Englisch zugänglich gemacht werden. Allen Artikeln auf der Seite ist ein Datum zugeordnet, so dass erkennbar ist, wann die Informationen überarbeitet wurden.

Zudem finden sich auf der Homepage Flyer und Materialien, die seit Bestehen von „Faire Mobilität“ entwickelt wurden. Nach und nach werden neue Informationsmaterialien eingestellt und die vorhandenen Informationen/Übersetzungen ein Update erfahren.

Die bisherig Homepage www.faire-mobilitaet.de  bleibt erhalten und dienst vor allem dem deutschsprachigen (Fach-)Publikum.

Bleiben oder Gehen? Arbeitsmigration aus Osteuropa

(Bonn, Mai 2017) Mit großer Hoffnung kommen Arbeitsmigranten aus Osteuropa nach Deutschland. Hier erwarten sie oft ausbeuterische Arbeitsbedingungen. Warum wir hinschauen sollten: Ein „Zwischenruf“ von „Justitia et Pax“.

Justitia et Pax nimmt vor der Bundestagswahl zu aktuellen Themen Stellung. Dr. Gerhard Albert, Geschäftsführer von Renovabis, der Solidaritätsaktion deutscher Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, spricht über Arbeitsmigration aus dem Osten Europas:

Frage: Herr Albert, seit 2015 bestimmt die „Flüchtlingskrise“ die gesellschaftspolitische Diskussion in Deutschland. Renovabis, die Solidaritätsaktion mit Mittel- und Osteuropa, eröffnet am 14. Mai ihre bundesweite Pfingstaktion, die unter dem Leitwort steht: „Bleiben oder Gehen? Menschen im Osten Europas brauchen Perspektiven“. Warum sollen wir uns gerade jetzt mit der (Arbeits-)Migration aus dem Osten Europas befassen?

Albert: Arbeitsmigranten aus dem Osten Europas leben mitten unter uns und sie sind viele: Ende 2015 waren die Polen mit 741.000 Personen die größte Herkunftsgruppe aus den EU-Mitgliedsstaaten; außerdem lebten453.000 Rumänen und 227.000 Bulgaren in Deutschland. Arbeitskräfte aus dem Osten Europas sind vor allem in der häuslichen Pflege, der Transport-, Bau- und Reinigungsbranche, in der Landwirtschaft, Fleischindustrie und Gastronomie beschäftigt. Dass sie hierzulande in der öffentlichen Debatte kaum vorkommen, ist wegen der oft ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und der enormen Folgen für die Herkunftsländer mehr als frappierend (…).

Lesen Sie hier weiter:
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/bleiben-oder-gehen

Infoflyer Umkleidezeiten: Hol dir, was dir zusteht!

(21.4.2017) Der Informationsflyer der NGG „Umkleidezeiten – Hol dir, was dir zusteht“ informiert in sechs Sprachen über die Rechte von Beschäftigten bei der Bezahlung von Umkleide- und Wegezeiten durch den Arbeitgeber. Wenn der Arbeitgeber das Tragen einer bestimmten Kleidung vorschreibt und das Umkleiden im Betrieb erfolgen muss, dann muss auch das Umkleiden bezahlt werden.Da die Arbeit in diesem Falle mit dem Umkleiden beginnt, zählen auch die innerbetrieblichen Wege zur Arbeitszeit. Das gilt, wenn der Arbeitgeber das Umkleiden nicht am Arbeitsplatz ermöglicht, sondern dafür eine vom Arbeitsplatz getrennte Umkleidestelle einrichtet, die der Arbeitnehmer zwingend benutzen muss.

Die NGG rät dazu, diese Ansprüche regelmäßig und rechtzeitig einzufordern. Der Flyer enthält ein entsprechendes Musterformular.

Hier finden Sie den deutschen Info-Flyer: Deutsch-Umkleidezeiten-Hol-dir-was-dir-zusteht

Hier können Sie alle Info-Flyer herunterladen: http://www.faire-mobilitaet.de/-/Brh

Einweihung Beratungsstelle „Faire Mobilität“ Mannheim

Beispielhaft: Faire Integration für Zugewanderte (DGB – Mannheim, 7.4.2017) Mit einer Feierstunde in Anwesenheit von Staatssekretärin Katrin Schütz wurde im Gewerkschaftshaus die Beratungsstelle „Faire Mobilität“ eingeweiht. Dort erhalten Arbeitssuchende aus Südosteuropa arbeits- und sozialrechtliche Unterstützung. Mannheim und Stuttgart sind die einzigen Großstädte im Südwesten mit solch einem Angebot. Die Mannheimer Beratungsstelle geht zurück auf die Initiative des evangelischen Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Nordbaden (…).

Hier geht es weiter zum Pressebericht: Einweihung Beratungsstelle_Mannheim

 (de Vos – dv) :  Freuen sich über die Einweihung der Beratungsstelle „Faire Mobilität“: (v.l.n.r.) Lars-Christian Treusch (DGB), Klaus Peter Spohn-Logé und Thomas Löffler (KDA), Nikolay Mlekanov und Christian Dorev (Sozialberater), Staatssekretärin Katrin Schütz und Dekan Ralph Hartmann.

Beratungsstelle „Faire Mobilität – Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht, fair“

Gewerkschaftshaus
Hans-Böckler-Straße 3 (rechter Eingang)
68161 Mannheim

Christian Dorev + Nikolay Mlekanov.

Telefon: 0621/150 470 -14

Mail: christian.dorev@faire-mobilitaet-mannheim.de
nikolay.mlekanov@faire-mobilitaet-mannheim.de

Einladung zum Fachtag : Diskriminierung in der Arbeitswelt

am  23.05.2017, 09:30 bis 16:15 Uhr

Ort: Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Der Fachtag thematisiert Antidiskriminierung in der Arbeitswelt, Kooperationen von Personal- und Betriebsräten mit Antidiskriminierungsstellen und weitere verwandte Fragen. Die Mitarbeiterinnen Dorota Kempter und Stanislava Rupp (Prokte Faire Mobilität Stuttgart) richten im Rahmen des Fachtages einen Workshop zu Erfahrungen aus der Beratungsarbeit aus.

Hier geht es zur Ausschreibung/Anmeldung: Einladung_Fachtag_Antidiskriminierung

DGB Bezirk Baden-Württemberg

Fernfahrer-Aktion auf dem Rastplatz Gruibingen

(FM/wh) Gründonnerstag im Morgengrauen auf dem Autobahnrasthof Gruibingen Richtung Ulm: LKW-Fahrer-Aktion des Netzwerks Arbeitswelt Göppingen. Im Einsatz waren neben den Kollegen des Netzwerkes auch „Faire Mobilität Stuttgart“, die Betriebsseelsorge sowie Kolleg/-innen von ver.di. Dabei wurde mit zahlreichen Fahrer/-innen vor allem aus Osteuropa über ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen gesprochen und mehr als 100 Geschenktüten mit Ostereiern, Kugelschreibern, Fernfahrerkalendern sowie Informationsflyern verteilt. Die LKW-Fahrer klagten in den Gesprächen über überfüllte Parkplätze und die lange Abwesenheit von zu Hause. Außerdem erhalten die Fahrer, welche einen ausländischen Arbeitgeber haben, für ihre Arbeitszeit in Deutschland oft nicht den in Deutschland geltenden Mindestlohn.

Ein Bild-Beitrag des SWR Fernsehens (etwa ab Minute 16‘) über die Aktion lässt sich hier aufrufen:

https://swrmediathek.de/player.htm?show=06e1dfc0-2078-11e7-9102-005056a12b4c

Ein Radio-Beitrag des SWR-Hörfunks finden Sie hier:

http://www.swr.de/kultur/raststaette-gruibingen-schokoladen-ostereier-fuer-fernfahrer/-/id=3270/did=19373682/nid=3270/1xc28kl/

Die eindrucksvollen Bilder von Joachim E. Roettgers zeigen Momentaufnahmen der  Oster-Fernfahrer-Aktion.

13.04.2017 Gruibingen DEU
Buendnis Faire Mobilitaet bedankt sich bei den LKW Fahrern auf dem Pastplatz Gruibingen fuer Ihre arbeit und ueberreicht Ostergeschenke und Flyer

Gut versorgt? Auf wessen Kosten? – Migration und pflegebedürftige Menschen in Privathaushalten

 Studientag in Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule Freiburg

Montag, 22. Mai 2017, 13.00 – 18.00 Uhr;
in der Katholische Akademie, Wintererstr. 1, Freiburg,

Etwa 2,5 Millionen ältere Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Viele würden lieber zu Hause als im Heim leben. Ihre Pflege übernehmen oft Frauen aus Mittel- und Osteuropa. Die meisten dieser sogenannten »Live-ins« oder Haushaltsarbeiterinnen arbeiten jedoch in einer rechtli­chen Grauzone und in prekären Arbeitsverhältnissen. Problematisch sind oftmals nicht nur die Arbeitsbedin­gungen oder die Kooperation mit den ambulanten Pflege­diensten. Prekäre und schlechte Arbeitsverhältnisse haben direkte Auswirkungen auf die Qualität der Pflege der be­troffenen Menschen und auf ihre Angehörigen. Gibt es Konzepte zur Verbesserung der Situation?

Potentiale und Fallstricke dieses Versorgungssettings wurden in dem Projekt EUMIP (Entwicklung von Unter­stützungsstrukturen für mittel- und osteuropäische Migrant(inn)en in häuslichen Pflegearrangements) am Institut für Angewandte Forschung der Katholischen Hochschule erforscht. Sie werden auf dem Studientag präsentiert und in ethischer und sozialpolitischer Per­spektive diskutiert.

Wir laden Sie ein, mit uns in den Austausch über dieses wichtige Thema zu treten.

Thomas Herkert                      Jasmin Kiekert M. A.

Dr. Verena Wetzstein               Prof. Dr. Nausikaa Schirilla

(Katholische Akademie)           (Katholische Hochschule)

>>> Nähere Informationen & Anmeldung

Flyer-Gut versorgt.pdf [173 kB]

Veranstaltungsreihe: Leben und Arbeiten in Deutschland: Vivere e lavorare ein Germania

Serie di eventi informativi per i nuovi cittadini di lingua italiana 2017-
Veranstaltungsreihe für italienischsprachige Neubürgerinnen und Neubürger 2017

Orario / Zeit: sempre dalle ore 18 alle 20
Jeweils von 18-20 Uhr

Luogo I / Ort: Weltcafé Stuttgart, Charlottenplatz 17 I 70173 Stuttgart
(accanto al / neben dem Welcome Center Stuttgart)

Nähere Informationen – informazioni: Veranstaltungsreihe_2017-Leben und Arbeiten dt.-ital